Erich Kästner im homeoffice

Die Zeitungen sind ja derzeit nicht nur voll mit Schreckensmeldung rund um Covid-19, sondern auch voll mit Tipps zur sinnvollen Gestaltung der Tage zuhause. Lesenswert sind dabei in jedem Fall Kästners Gedichte in der lyrischen Hausapotheke. Die Gedichte unter dem Stichwort Krankheit beschäftigen sich zwar im Wesentlichen mit dem Herzen (also Kästners Herzen), doch wenn man hier Herz durch Lunge ersetzt, bekommen die Gedichte eine besondere Aktualität. Und wer des Lesens müde wird, kann sich viele Gedichte auch vorlesen lassen. Hier der Link.

Der Vorstand der Erich Kästner Gesellschaft macht sich natürlich auch Gedanken über unsere Jahrestagung Ende April in Berlin. Eine Entscheidung, ob wir die Tagung absagen, werden wir in der Woche vor Ostern treffen. Derzeit deutet allerdings vieles darauf hin, dass die beiden Konzerte in Berlin nicht werden stattfinden dürfen. Und in einer größeren Gruppe auf den Spuren Kästners durch Berlin zu spazieren kann ich mir derzeit auch nur schwer vorstellen.

Und beim Stöbern im Netz findet man ja doch auch immer wieder etwas Neues. Hier etwas von Christian Baron: Erich Kästner: Kein harmloser Kinderbuchautor

Erich Kästner zum Geburtstag

Die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts haben begonnen und wir begehen den 121. Geburtstag von Erich Kästner. Auch das Erich Kästner Museum in Dresden feiert Kästners Geburtstag mit einer Lesung von Felicitas Hoppe, die 2015 den Erich Kästner Preis für Literatur bekommen hat.

Und was gibt es sonst noch so zu berichten? Die Vorbereitungen für die Jahrestagung der Erich Kästner Gesellschaft in Berlin vom 24. – 26.4. laufen auf Hochtouren. Zu den Konzerten von Ulrich Schütte am Freitag und Anselm König am Samstag laden wir herzlich ein.

Der erste Beitrag zum Erich Kästner Förderpreis ist eingegangen und kommt von unseren treuen Schülerinnen und Schülern aus Gera. Weitere Beiträge sind angekündigt und können bis zum 31.7.2020 eingereicht werden. Wir sind sehr gespannt.

Die dritte Staffel von Babylon Berlin ist raus und lässt Kästners Berlin lebendig werden. Ich kann mir unseren Patron so sehr gut vorstellen.

Das Erich Kästner MuseumsMobil fährt seit Oktober 2019 durch Sachsen.

Florian Illies hat in der ZEIT einen ausführlichen Artikel über die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts geschrieben, in dem Kästner natürlich auch mehrfach vorkommt. Lesenswert!

Ausschreibung des Erich Kästner Förderpreises 2020

Die Erich Kästner Gesellschaft e.V. vergibt jährlich den „Erich Kästner Förderpreis“ für Kinder und Jugendliche. Der Erich Kästner Förderpreis richtet sich an Schulen, Jugendeinrichtungen und Tagesstätten.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Arbeiten und Projekten am Erich Kästner Förderpreis beteiligt und so suchen wir auch 2020 wieder Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten – d.h. auch Projekte einer ganzen Schule -, die sich kreativ mit der Persönlichkeit, dem Werk, den literarischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Intentionen und der Nachwirkung von Erich Kästner auseinandersetzen.

Dies kann sein:

Lyrik (z.B. Song, Rap, Gedicht),

Prosa (z.B. Erzählung),

Dramatik (z.B. Sketch, Drehbuch, Theaterstück),

mediale Arbeiten (z.B. Reportage, Foto, Film, Vertonung),

Sprach-Bild-Texte (z.B. Comic, Collage),

Sachtexte (z.B. Erörterung).

Facharbeiten

Denkbar ist für Erich Kästner Schulen auch eine Dokumentation / Darstellung der ständigen Präsentation ihres Namensgebers im Schulalltag und/oder zu besonderen Anlässen.

Entscheidend ist in jedem Fall der Bezug zur Person, zu Werk und Ideen Erich Kästners.

Was sonst noch wichtig ist:

  1. Für Nachfragen stehen zur Verfügung:

    Matthias Nicolai: E-Mail nicolaimatthias@hotmail.com

    Horst Wiechers:  E-Mail wiechersh@stadt-muenster.de

    oder per E-Mail an: erichkaestnergesellschaft@web.de

  2. Die Preissumme beträgt 700,- € (auch Staffelung möglich).

  3. Einsendeschluss ist der 31.07.2020. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im Herbst 2020.

  4. Die Beiträge sind zu schicken an die Erich Kästner Gesellschaft; Schloss Blutenburg, 81247 München

Eine Bewerbung ist bereits angekündigt: Die verschwundene Miniatur von HOTTI on stage. Den Bericht aus dem Bonner Generalanzeiger findet ihr hier.

Drei verschwundene Miniaturen

Zu einem Thementag versammelten sich einige Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft am gestrigen Samstag. Zunächst besuchten sie gemeinsam die Aufführung Die verschwundene Miniatur des Kinder- und Jugendzentrum HOTTI e.V. in Sankt Augustin. Unter der Regie von Eva Protzek und Marcel Schupp brachte das generationsübergreifende Ensemble im Alter von 8 bis 40 Jahren die Theaterfassung des Romans von Erich Kästner auf die Bühne im Haus Menden. Es war eine großartige Aufführung, in der vor allem vor der Pause mit viel Tempo gespielt wurde. Sehr abwechslungsreich wurde die Geschichte in Szene gesetzt: Zunächst spielte sich alles im Hotel d’Angleterre ab, doch die Motivation des Fleischermeisters Külz, nach Kopenhagen zu reisen, wurde durch den Song Au revoir von Mark Foster sehr passend erklärt. Die Geschichte des Ehepaares Külz wurde durch Videoeinspielungen erläutert. Und so nahm das Verwirrspiel um den Kopf der Königin seinen Lauf. Höhepunkt des 2. Aktes nach der Pause, in der das Publikum bestens mit selbstgebackenen Kuchen versorgt wurde, war zweifellos die Busfahrt des UNO-Clubs (wer spielt heute noch Skat?) zur Meisterschaft nach Brüssel. Und die Aufklärung des Falls steckte dann noch einmal voller Überraschungen. Eindrucksvoll ist auch das Bühnenbild, das sich geschickt in die unterschiedlichen Schauplätze verwandeln lässt. Insgesamt also ein sehr unterhaltsamer Nachmittag mit vielen Beteiligten, bei denen sich Marcel Schupp nach der Premiere für die geleistete Unterstützung bedankte. Wer die Gelegenheit hat, das doch eher selten aufgeführte Stück an den kommenden Wochenenden noch zu sehen, sollte diese wahrnehmen.

Angeregt durch dieses Ereignis schauten die Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft anschließend gemeinsam die Videoaufnahme der Kölner Aufführung der Michaeli-Schule, die im vergangenen Jahr den Erich Kästner Förderpreis gewann. Auch diese Inszenierung beruhte auf der Bühnenfassung von Stefan Schroeder, erschienen im Chronos-Verlag, und überzeugt vor allem durch die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller.

Abgeschlossen wurde der Abend dann mit dem Film Die verschwundene Miniatur von 1954 und der Lektüre des Artikels von Caroline Nicolai im Jahrbuch 7 der Erich Kästner Gesellschaft. Die abschließende Diskussion verlief lebhaft und was die Bewertung der gesehenen Inszenierungen anging durchaus kontrovers.

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