Ausschreibung des Erich Kästner Förderpreises 2020

Die Erich Kästner Gesellschaft e.V. vergibt jährlich den „Erich Kästner Förderpreis“ für Kinder und Jugendliche. Der Erich Kästner Förderpreis richtet sich an Schulen, Jugendeinrichtungen und Tagesstätten.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit Arbeiten und Projekten am Erich Kästner Förderpreis beteiligt und so suchen wir auch 2020 wieder Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten – d.h. auch Projekte einer ganzen Schule -, die sich kreativ mit der Persönlichkeit, dem Werk, den literarischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Intentionen und der Nachwirkung von Erich Kästner auseinandersetzen.

Dies kann sein:

Lyrik (z.B. Song, Rap, Gedicht),

Prosa (z.B. Erzählung),

Dramatik (z.B. Sketch, Drehbuch, Theaterstück),

mediale Arbeiten (z.B. Reportage, Foto, Film, Vertonung),

Sprach-Bild-Texte (z.B. Comic, Collage),

Sachtexte (z.B. Erörterung).

Facharbeiten

Denkbar ist für Erich Kästner Schulen auch eine Dokumentation / Darstellung der ständigen Präsentation ihres Namensgebers im Schulalltag und/oder zu besonderen Anlässen.

Entscheidend ist in jedem Fall der Bezug zur Person, zu Werk und Ideen Erich Kästners.

Was sonst noch wichtig ist:

  1. Für Nachfragen stehen zur Verfügung:

    Matthias Nicolai: E-Mail nicolaimatthias@hotmail.com

    Horst Wiechers:  E-Mail wiechersh@stadt-muenster.de

    oder per E-Mail an: erichkaestnergesellschaft@web.de

  2. Die Preissumme beträgt 700,- € (auch Staffelung möglich).

  3. Einsendeschluss ist der 31.07.2020. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im Herbst 2020.

  4. Die Beiträge sind zu schicken an die Erich Kästner Gesellschaft; Schloss Blutenburg, 81247 München

Eine Bewerbung ist bereits angekündigt: Die verschwundene Miniatur von HOTTI on stage. Den Bericht aus dem Bonner Generalanzeiger findet ihr hier.

Drei verschwundene Miniaturen

Zu einem Thementag versammelten sich einige Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft am gestrigen Samstag. Zunächst besuchten sie gemeinsam die Aufführung Die verschwundene Miniatur des Kinder- und Jugendzentrum HOTTI e.V. in Sankt Augustin. Unter der Regie von Eva Protzek und Marcel Schupp brachte das generationsübergreifende Ensemble im Alter von 8 bis 40 Jahren die Theaterfassung des Romans von Erich Kästner auf die Bühne im Haus Menden. Es war eine großartige Aufführung, in der vor allem vor der Pause mit viel Tempo gespielt wurde. Sehr abwechslungsreich wurde die Geschichte in Szene gesetzt: Zunächst spielte sich alles im Hotel d’Angleterre ab, doch die Motivation des Fleischermeisters Külz, nach Kopenhagen zu reisen, wurde durch den Song Au revoir von Mark Foster sehr passend erklärt. Die Geschichte des Ehepaares Külz wurde durch Videoeinspielungen erläutert. Und so nahm das Verwirrspiel um den Kopf der Königin seinen Lauf. Höhepunkt des 2. Aktes nach der Pause, in der das Publikum bestens mit selbstgebackenen Kuchen versorgt wurde, war zweifellos die Busfahrt des UNO-Clubs (wer spielt heute noch Skat?) zur Meisterschaft nach Brüssel. Und die Aufklärung des Falls steckte dann noch einmal voller Überraschungen. Eindrucksvoll ist auch das Bühnenbild, das sich geschickt in die unterschiedlichen Schauplätze verwandeln lässt. Insgesamt also ein sehr unterhaltsamer Nachmittag mit vielen Beteiligten, bei denen sich Marcel Schupp nach der Premiere für die geleistete Unterstützung bedankte. Wer die Gelegenheit hat, das doch eher selten aufgeführte Stück an den kommenden Wochenenden noch zu sehen, sollte diese wahrnehmen.

Angeregt durch dieses Ereignis schauten die Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft anschließend gemeinsam die Videoaufnahme der Kölner Aufführung der Michaeli-Schule, die im vergangenen Jahr den Erich Kästner Förderpreis gewann. Auch diese Inszenierung beruhte auf der Bühnenfassung von Stefan Schroeder, erschienen im Chronos-Verlag, und überzeugt vor allem durch die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller.

Abgeschlossen wurde der Abend dann mit dem Film Die verschwundene Miniatur von 1954 und der Lektüre des Artikels von Caroline Nicolai im Jahrbuch 7 der Erich Kästner Gesellschaft. Die abschließende Diskussion verlief lebhaft und was die Bewertung der gesehenen Inszenierungen anging durchaus kontrovers.

Die Michaeli Schule in Köln gewinnt den Erich Kästner Förderpreis

Auch in diesem Jahr hat die Jury des Erich Kästner Förderpreises sich schwer getan. Und so hat es wieder etwas länger gedauert. Doch nun stehen die Sieger fest:

Den ersten Platz belegt die Michaeli Schule in der Kölner Südstadt. Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Waldorfschule führten Kästners Die verschwundene Miniatur auf. Die Jury stellte hier eine „sehr überzeugende, fast professionelle Vorbereitung mit Plakat und Programmheft“ und große „Spielfreude der Schülerinnen und Schüler in beiden Besetzungen“ fest. Durch die umfangreiche Dokumentation des Projektes gewannen die Juroren einen sehr guten Eindruck von diesem Klassenspiel.

Den zweiten Platz erreichte das Erich Kästner Gymnasium in Eislingen. In einer ungeheuer vielseitigen Präsentation stellte die Schule ihre Aktivitäten zu Kästner anlässlich ihres 50jährigen Bestehens vor: Da wurden Stehlen mit Zitaten kreiert, Gedichte verfilmt, Bianca Müller sang eindrucksvoll Die andre Möglichkeit, es gab ein Figurenspiel zur Konferenz der Tiere und eine Animation mit Playmobilfiguren zu Emil und die Detektive. Und die Theater AG beschäftigte sich ideenreich mit der Frage „Wer war dieser Kästner?“. Das Eislinger Gymnasium und seine Schülerinnen und Schüler sind offensichtlich sehr „Kästner-aktiv“.

Den dritten Platz teilen sich die Erich-Kästner-Schulen in Dormagen und in Marktredwitz. Die Schülerinnen und Schüler aus Dormagen beschäftigen sich regelmäßig in Theaterstücken, Lesewettbewerben und Klassenlektüren mit Kästner und haben in diesem Jahr Stromkästen mit Kästner-Motiven bemalt. Auch in Marktredwitz beschäftigt man sich regelmäßig und vielseitig mit Erich Kästner. Besonderes Highlight in diesem Jahr: Ein Erich Kästner Escape Room.

Darüber hinaus bemerkenswert waren eine Seminararbeit von Sophie Puritscher vom Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching über verschiedene Erich Kästner Denkmäler in Dresden und einmal mehr die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner Schule in Gera unter der Anleitung ihrer Lehrerin Frau Meßerschmidt.

Alle teilnehmenden Schulen und Einzelpersonen werden in den nächsten Tagen Post von der Erich Kästner Gesellschaft erhalten. Wir bedanken uns ganz herzlich für die eingereichten Beiträge und freuen uns schon auf die Beiträge zum Erich Kästner Förderpreis 2020.

Erich Kästner Haus in Marienau

Die Schule in Marienau hat einen Anbau bekommen und diesen „Erich Kästner Haus“ genannt. Mehr dazu auf der Homepage der Schule. Zur Einweihung hielt Dorothea Wendt, Mitglied der Erich Kästner Gesellschaft, eine kurze Rede, in der sie auf Kästners Affinität zu Lehrern und zum Lehrberuf einging. Sie schloss mit den Worten: „Ich wünsche diesem Erich Kästner Haus eine gute Zeit, mögen sich immer gute Gedanken finden, sei es im Unterricht, in den Prüfungen und bei allen Veranstaltungen, die dieses Haus erleben wird.“

13 Monate – 12 Komponisten – 12 Maler

Auf eine ganz besondere Veranstaltung wurde ich vor einigen Tagen aufmerksam gemacht und möchte sie nun hier vorstellen:

Die Bratschistin und Viola d’amore Spielerin Gertrud Schmidt hat zum 120. Geburtstag bzw. 45. Todestag von Erich Kästner eine Projekt vorbereitet, das die 13 Monatsgedichte von Erich Kästner in den Mittelpunkt stellt. 12 Komponisten aus verschiedenen Ländern haben je ein oder zwei der Gedichte in ganz unterschiedlichen Kompositionsstilen vertont, aber alle für Sopran und Viola d’amore. Dazu malten 12 Maler je ein oder zwei Bilder zu den Monaten, ebenfalls ganz unterschiedlich.

Die Uraufführung wird Gertrud Schmidt mit der Sopranistin Berenike Langmaack am 15.11.2019 in der Citykirche in Aachen spielen. Dazu wird auch die Vernissage der Bilder sein.

Das klingt sehr spannend. Das lassen wir uns nicht entgehen! Aufführungstermine sind neben dem 15.11. auch der 24.11.2019 in Aachen und der 1. und 8.2.2020 in Roetgen

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