Sensationelle Neuerscheinung?
Auf die wohl unmittelbar bevorstehende Neuerscheinung eines bislang unbekannten Kinderbuches von Erich Kästner wies ein sichtlich erregter Oliver Welke gestern Abend im ZDF hin.
Auf die wohl unmittelbar bevorstehende Neuerscheinung eines bislang unbekannten Kinderbuches von Erich Kästner wies ein sichtlich erregter Oliver Welke gestern Abend im ZDF hin.
Die Festivitäten zu Kästners Geburtstag sind in vollem Gange. Zahlreiche Veranstaltungen, auf die ich gar nicht alle hinweisen kann, sind geplant oder schon vorbei. So z.B. der Flashmob „Whiskey statt Sekt“ in Dresden.
Auch die Schweizer Rockband PANIKHERTZ huldigt Erich Kästners 120. Geburtstag. Thomas Mäusli, Bandleader, Sänger und Pianist schreibt: „Panikhertz sind eine langjährige Mundartrockband, welche seit bald 20 Jahren Kästner Gedichte vertont, adaptiert und zu Balladen und Rockliedern macht. 2019 widmet sich die Band dem 120. Geburtstag des deutschen Schriftstellers und Lyrikers Erich Kästner. Zum ersten Mal überhaupt besteht das Bühnenprogramm der Band ausschließlich aus Kästners vertonten Gedichten. Die Gedichte werden originalgetreu in Deutsch gesungen, in einigen Fällen wurden sie ins Züridütsch adaptiert.“
Hörproben gibt es hier. Die Konzertdaten stehen auf der Homepage der Band. Viel Spaß weiterhin.
Am vergangenen Samstag wäre Erich Kästner 120 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gab es eine dreitägige Konferenz in München, an der zahlreiche Mitglieder der Erich Kästner Gesellschaft teilgenommen haben. Die SZ berichtete ausführlich. Ein Tagungsband mit den Vorträgen ist angekündigt.
Thematisiert wurde immer wieder Kästners Roman Fabian, von dem es in nächster Zeit eine Neuverfilmung geben wird.
Im WDR-Radio liefen zwei Portraits zu Kästner, die man nachhören und herunterladen kann: Zeitzeichen und Stichtag.
Und noch rasch einen Programmhinweis: In Hamburg gibt es am 6.3. einen Literarischen Abend zu Erich Kästner!
Kann das Zufall sein? So dachte ich, als ich das Titelblatt des Zeitmagazins vom 14.2.2019 sah. Die Fotografie des Schauspielers Alexander Scheer erinnerte mich doch sehr an ein bekanntes Kästner-Foto, das auf dem Ausstellungskatalog von 1999 abgebildet ist. Ein versteckter Gruß zu Kästners 120. Geburtstag? Nachfragen beim ZEITmagazin ergaben, dass die Fotografin Jelka von Langen das Kästner-Foto nicht kennt. Das Foto von Herrn Scheer sei spontan entstanden, Tasse und Zigarette seien nicht geplant gewesen. Gehen wir einmal davon aus, dass es gar keine Zufälle gibt, dann gratuliert hier die Vorsehung Erich Kästner. Herzlichen Glückwunsch!
Nachtrag 1: Es war kein Zufall! Die Fotografin Jelka von Langen hat mir geschrieben: „Wir haben in einem großen Loft, einer Fabriketage in Berlin bei einem sehr netten Paar das Shooting veranstaltet. Nachmittags wollte Alexander Scheer gerne eine Tasse Tee trinken. Seinen grünen Tee und Utensilien zur Zubereitung hatte er sich sogar selbst mitgebracht. Das nette Ehepaar gestattete uns alles, das Team durfte sich überall bewegen und fotografieren, nur sollten wir fragen, wenn wir Geschirr benötigten. Wir fragten also nach einer ansehnlichen Tasse, damit ich ein gutes Bild von Alexander beim Tee trinken machen könnte. Der Hausherr zog die orangene Tasse aus dem Schrank plus einem gefalteten Zettel mit einem Bild von Erich Kästner und versicherte es sei genau diese orangene Tasse von Erich Kästner, die wir nun nutzen durften. Alexander Scheers Haare waren bereits genau so, wie die des Dichters. Nach 5 Minuten war ein ähnliches Licht aufgebaut und so fanden wir es lustig die Abbildung zu imitieren.“
Nachtrag 2: Bei der Fotografie von Erich Kästner handelt es sich um eine Aufnahme von Fritz Eschen. Sie ist Teil einer Serie, die am 7.11.1952 entstanden ist und in der Deutschen Fotothek eingesehen werden kann. Allerdings ist Kästner bekanntlich Rechtshänder, wie einigen Mitgliedern der Erich Kästner Gesellschaft sofort aufgefallen ist. Mit Kästner nach links blickend ist das Foto auch in Sylvia Lists Das große Erich Kästner Buch, S. 221 abgedruckt. Die Originalfotografie wurde also für den Umschlag des Ausstellungskataloges des Deutschen Historischen Museums gespiegelt. Für ein Museum, das sich der Darstellung historischer Wahrheiten verpflichtet fühlt, ein etwas zweifelhaftes Vorgehen. Jelka von Langen hat Alexander Scheer sehr treffend inszeniert. Vielen Dank!
In der Reihe Fünf.Zwei.Vier.Neun. Ist eine kleine Novelle von Mala Laaser erschienen: Karl und Manci. Sie spielt in Berlin, wohl in den Jahren der Weltwirtschaftskrise und ist eine wunderbare kleine Liebesgeschichte im Stile von Kleiner Mann, was nun. Die editorischen Informationen über den Erstdruck der Novelle sind der vorliegenden Ausgabe nicht ganz klar zu entnehmen, doch gehört die Geschichte in jedem Fall in das Umfeld der Weimarer Republik und in die Zeit und das Umfeld von Kästners Fabian. In einem kurzen Nachwort würdigt Birgit Böllinger die Novelle als „Sachliche Romanze“. Mehr über Mala Laaser findet man hier.
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